Eine Membran wird dann verwendet, wenn ein Abstreifer wegen Leckage oder Verschleiß nicht eingesetzt werden kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sensible (Lebensmittel , Getränke, Pharma) oder aggressive (Chemie, Lackiertechnik) Flüssigkeiten abgedichtet werden sollen und dies eine herkömmliche Dichtung nicht leisten kann.

Membrane aus Gummi wie HNBR, Viton®, teils mit Gewebeverstärkung, sind weithin bekannt. Wenig bekannt ist die enorme Biegewechselfestigkeit einer PTFE-Membran, die denen einer Gummi-Membran in nichts nachstehen muss. Aus TEFLON® wird eine Membran vor allem gerne für folgende Anwendungen eingesetzt:

  • Membranpumpe für Lebensmittel
  • Membrandruckregler für Lack
  • Als Schaltmembran für Ventile in der Getränkeabfüllung
  • Fördermembran für Gasverdichter oder Vakuumpumpe

Sie bieten durch ihre spangebende Herstellung eine enorme Gestaltungsfreiheit, so dass auch hier die Integration von angrenzenden Funktionen möglich ist. Der Entfall von komplizierten Formkosten reduziert Werkzeugkosten auf ein Minimum. 

Durch die individuelle Auslegung unserer Rohlinge sind auch Verstärkungen mittels Compound aus PEEK- oder Glasfaser möglich, um z. Bsp. Schlüsselflächen oder Ventilkegel direkt in das Bauteil zu integrieren.

Durch unsere ausgefeilten Zerspanungstechnologien sind kleinste Bauteile bis D= 10 und Wandstärken von 0,2 bis zu Durchmessern von 400 mm möglich.

Es lassen sich für hohe Drücke und große Hübe insbesondere bei einer Pumpe oder einem Ventil genau die Wandstärken und Sicken herstellen, die für die Anwendung benötigt werden.

Klassische Folien-Verbund-Membranen mit Gummi/Gewebe/ PTFE/Stahleinsatz können in der Regel ohne Einschränkung der Funktion durch gedrehte Konstruktionen ersetzt werden.

Die einfachste und damit kostengünstigste Bauform für eine Membran sind aus sog. Schälfolie hergestellte Stanzteile, die nur einfache Werkzeuge benötigen. Sie sind eher für kleinere Hübe geeignet und benötigen in der Regel einen etwas größeren Einbaudurchmesser. Verwendung finden diese Scheiben meist in Druckregler, zur Medientrennung und als Auflage für eine Gummi-Membran.

Durch Umformen im Werkzeug lassen sich aus Schälfolie Membrane mit Sicken-Kontur erzeugen. Dadurch sind für Pumpen, Ventile und Druckregler größere Hübe möglich. Durch mehrlagige Konstruktionen können Leckageanzeigen und damit größere Sicherheiten gegen Kontamination des Fördermediums realisiert werden. Auch die angrenzenden Bauteile wie Einspannung im Gehäuse oder der Membran-Kern werden von uns gerne mit ausgelegt.

Geprägte Membranen werden in erster Linie bei einem Membranventil eingesetzt. Diese zeichnen sich durch totraumfrei Gestaltung, hohe Druck- und Biegewechselfestigkeit und anti-adhäsiv Oberflächen aus. Zur Verbesserung der statischen und dynamischen Dichtheit sind integrierte Dichtstege möglich. Die Verbindung zum Ventilantrieb wird in der Regel mittels eingeschweißtem Gewinde-Pin hergestellt. Mit überschaubaren Werkzeugkosten lassen sich in kurzen Zeiträumen Ersatzlösungen oder neue Entwicklungen realisieren. Wir haben die dafür notwendigen Produktionseinrichtungen wie Heiz- und Kühlpressen selbst entwickelt und gebaut.

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