Der bekannte und verlässliche Hochleistungskunststoff für industrielle Sonderdichtungen
PTFE Polytetrafluorethylen (z. Bsp. Teflon®) ist ein Fluropolymer, das in der Technik noch nicht wegzudenken ist. Seine herausragenden Eigenschaften machten ihn zu dem bisher meist verwendeten Material für Sonderdichtungen und Gleitlager. Bei berührenden Dichtungen und Gleitlagerelementen werden bisher in der Regel Mischungen von PTFE, sog. Compounds (Enduflon C) eingesetzt, weil PTFE (im Gegensatz zu UHMW-PE) im reinweissen Zustand verschleißanfällig ist.
PTFE zählt streng genommen zu den PFAS (Per- und polyfluorierte Chemikalien). Deshalb ist ein besonders achtsamer Umgang mit diesem Werkstoff geboten. Das Material ist an sich nicht giftig, seine Produktion hat jedoch in der Vergangenheit zu erheblicher Umweltverschmutzung geführt. Aufgrund dessen sollte PTFE weiterhin nur in den kritischen Anwendungen eingesetzt werden, wo es sonst keine Alternativen gibt.
Für Neuentwicklungen kann unter Einsatztemperaturen von ca. 130°C in der Regel auch modifiziertes UHMW-PE eingesetzt werden.

Eigenschaften:
- Geringste Gleitreibungszahl unter allen Kunststoffen (ca. 0,1 bis 0,2)
- Dadurch auch einsetzbar im absoluten Trockenlauf
- Hohe Verschleißfestigkeit bei Einsatz von Compounds (Mischungen)
- Außerordentliche, chemische Beständigkeit gegen nahezu alle Lösemittel, Säuren oder Laugen
- Großer thermischer Einsatzbereich von ca. -200° bis ca. +200° (in Ausnahmefällen bis ca. 300°C)
- Kunststoff mit exzellenter Biegewechselfestigkeit
- Antiadhesives Verhalten („Bratpfanne“)
- Physiologische Unbedenklichkeit (Lebensmittelzulassungen z.B. nach FDA)
- Beständig gegen Heißwasserdampf, Licht und Bewitterung
Teflon® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Chemours Company.
TFM® ist ein eingetragenes Warenzeichen der 3M.

